Armut in der Schweiz


 

Armut in der Schweiz

 
Mehr als auch schon, können wir zurzeit über Armut in der Schweiz hören und lesen. Viele Menschen würden heute bei uns unter der Armutsgrenze leben. Wenn ich dies richtig verstanden habe, sind damit diejenigen gemeint, die ein kleineres Einkommen haben als der Durchschnitt unserer Bevölkerung. – Gleichzeitig, jedoch an anderer Stelle, konnte ich lesen, dass auch die Ärmsten bei uns, verglichen mit der Weltbevölkerung, noch immer als reich gelten können.
 
Als Kind habe ich selbst erlebt, was es heisst, arm zu sein. Nun interessierte mich, was Jesus, der allen Christen als Vorbild gilt, zur Armut der Menschen sagte. Von sich selbst sagte er, die Füchse hätten Gruben und die Vögel des Himmels Nester, er selbst jedoch besitze nichts, wo er nachts sein Haupt hinlegen könnte. In den Seligpreisungen ist für alle zu lesen, selig seien die Armen, denn ihnen gehöre das Reich Gottes.
 
Eindrücklich ist die Geschichte eines reichen Jünglings, der Jesus fragte, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen? Schliesslich sagte ihm Jesus, er solle alles verkaufen was er besitze und den Erlös den Armen geben, so werde er einen Schatz in den Himmeln bekommen. Ein anderes Mal fragte er, was es einem Menschen nütze, wenn dieser die ganze Welt gewinnen könnte, dadurch aber sein künftiges Leben einbüssen würde?
 
Einmal sass Jesus im Tempel dem Opferstock gegenüber und sah zu, wie das Volk dort Geld einlegte. Dabei sah er, dass tatsächlich viele reiche Leute viel Geld einlegten. Es kam aber auch eine arme Witwe und die legte bloss zwei Heller, das heisst etwa zwei Rappen, in den Opferstock. Nun rief Jesus seine Jünger zu sich und erklärte ihnen Folgendes: Die arme Witwe habe mehr in den Opferstock eingelegt als alle andern. Denn diese hätten lediglich einen Teil ihres Überflusses gegeben, die Witwe aber habe trotz ihres Mangels alles Geld in den Opferstock gelegt, das sie besass.
 
Im Gegensatz zur Armut, schien Jesus den Reichtum nicht zu mögen. So sagte er beispielsweise, ein Reicher würde es schwer haben, ins Reich der Himmel zu kommen. Ein anderes Mal sagte er sogar, eher käme ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Reich Gottes. – Gibt es um uns herum doch viele, die Reichtum anhäufen und nicht genug davon bekommen können. Wenn ich mir dies bildlich vorstelle, so sehe ich, wie diese Haufen immer grösser und höher werden und die Häufchen derjenigen, denen sie es wegnehmen, immer kleiner. So gesehen verstehe ich die Aussagen Jesu!
 
Könnte es sein, dass es einigen wohlhabenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht mehr ganz wohl ist dabei? Hätten auch die sogenannt Armen in der Schweiz etwas mehr Geld zur Verfügung, würde dies vielleicht ihr möglicherweise schlechtes Gewissen etwas erleichtern. Ist wohl dies der Grund, weshalb heute viel über die Armut in der Schweiz geredet, geschrieben und gelesen wird? Woher aber soll das Geld an diese Armen kommen? – Die Geschichten von vorhin könnten uns darüber Aufschluss geben!
(Quellenhinweis: Die Bibel, Neues Testament, Die Evangelien.)  
 
 
 
Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!