gedankenueberdasst


 

                     

            

 

Ein Segelschiff setzt seine weissen Segel und gleitet hinaus auf die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen,
verschwindet es.

Da sagt jemand: Nun ist es gegangen. Ein anderer sagt: Es kommt.
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes
als die Grenze unseres Sehens.

Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

Peter Streiff

 

 

Jesus sprach:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Denn jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.
Glaubst du das?

Johannes 11,25+26

 

Mustertext

Gedanken über das Sterben

"Meine Zeit steht in Deinen Händen!"

 

Wie viel Zeit bleibt mir noch? Ich möchte noch so vieles tun!

Nicht dass ich nicht Zeit haben wollte zu sterben.

Schliesslich habe ich mir schon oft gewünscht, sterben zu können.

 

Ich betrachte das Sterben als Erlösung von allem Irdischen.

 

Oft ist der Tod das Tor zum Licht,

am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

 

Vater im Himmel,

wenn es Dein Wille ist, dass ich sterbe, so will ich es.

Dein Wille geschehe!

 

Einfach einschlafen zu können wünschen sich viele.

Verglichen mit einem plötzlichen Tod,

 kann eine schwere Krankheit etwas Wunderbares sein.

Man erhält dadurch nochmals Gelegenheit,

sein Leben in Ordnung zu bringen –

mit seinem Leben und mit Gott „ins Reine“ zu kommen!


Wer Ja sagt zum Leben, sollte auch Ja sagen können zum Sterben. Dies scheint sich leicht zu sagen. In Wirklichkeit halten sich auch Schwerstkranke noch an jedem "Grashalm" und versuchen mit allen Mitteln, ihr Sterben zu verhindern. Wovor fürchten sie sich? - Oder ist ihnen auch ein vom Tod schon gezeichnetes Leben noch so viel wert? - Ein Leben sollte immer auch noch lebenswert sein, denn schliesslich kommt es nicht darauf an, wie lange wir gelebt haben, sondern, wie wir gelebt haben! Denn nach unserem Tod ist nicht alles vorbei. Auf dem Friedhof wird lediglich unsere Hülle des Menschseins, oder dessen Asche begraben, die Seele aber verlässt beim Sterben unseren Körper und kehrt zurück zu Gott, von wo sie gekommen ist. Ja, genau: Die Seele ist es, die das Menschsein ausmacht. Ohne Seele wären wir lediglich Fleisch und Knochen. - Wenn heute, nach dem "Urknall der Erde" geforscht wird, wäre doch für alle, die nicht an Gott glauben, auch interessant zu erfahren, wie die Seelen der Menschen entstehen und wie sie in unsere Körper hinein gewachsen sind. Wie kam es, dass es für uns möglich wurde zu denken, zu fühlen und zu lieben? Wie entstand in uns die Anlage zur Intelligenz und Charakterbildung? - Und nun, wieder auf das Thema zurückkommend, finde ich, hat der Dichter Hermann Hesse in bekannter Gedichtsform, auf wunderbare Weise gesagt, was Sterben eben auch sein kann:

"Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,

und eine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lange getragen hat,
das ist eine köstliche, wunderbare Sache."

 

        

 

 

Nachträglich Gedanken eines mir unbekannten Adolf Maurer:

„Ich habe immer gerne fotografiert und mir meine eigenen Bildergalerien gemacht –

Verwandte, Freunde, Paris, Venedig, die Berge …

Nun bin ich alt geworden und machte mir ein anderes Bilderbuch.

Darauf steht: Mein Friedhof.

Da drin grüssen mich die Gesichter derer, die ich hinausbegleiten musste …

Oft blättere ich in dem Buch. Immer geheimnisvoller wird mir das Leben …

Wie nahe rücken sich Zeit und Ewigkeit!

Und was dem Herzen erst weh machte, tut ihm jetzt wohl.

Der Tod verliert sein Grauen.

Was für eine stattliche Gemeinde ist mir schon vorausgegangen,

hat den Graben hinter sich, der hier und Dort scheidet!

Ich denke an den Tag, wo ich ihnen nachfolgen, ihnen neu begegnen darf.

Einsamkeit? Nein, ich bin nicht allein:

Sie sind irgendwie bei mir und ich bei ihnen.

Und über meinem Friedhof wird es lichter und lichter.“

 

Gedanken von Philippe, geschrieben als 20-jähriger Schüler:

„Wenn es Nacht wird über dir, wenn die Dunkelheit dich anschleicht,

wenn die Trauer in dir einkehrt, wenn Zweifel und Angst dich überfallen,

wenn die Sinnlosigkeit dich bedrängt, wenn du deinen Glauben verloren hast,

wenn alles so sinnlos ist, wird jeder Atemzug zur Last.

Hör nicht auf zu atmen, lass dein Licht nicht erlöschen,

zerstöre dein Leben nicht.

Hol Luft für das kleine Licht, das jetzt noch flackert.

Es braucht Sauerstoff und vor allem:

Es wird wieder leuchten, es wird wieder Herzen erobern.

Deshalb: Lass es nicht allein, erfülle es mit Luft des Lebens! Bitte!"

 

 

 

 

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